Auszug aus der Geschichte unserer Gemeinde
Die nachweisbare Geschichte Böttingens reicht bis ins Jahr 802 zurück. Es ist aber durch gräberfunde festgestellt, dass schon Kelten und Alemannen den Ort besiedelt hatten. Auch Steinzeitmenschen waren auf dem Oberen Heuberg vorhanden, was durch Steinbeilfunde in der Beilsteinhöhle ( 4km von Böttingen entfernt) bewiesen ist.
In Sankt Gallen wird eine Urkunde aufbewahrt welche eine Stiftung vom 11. Dezember 802 an das Kloster Sankt Gallen belegt. Einer Urkunde vom 16. Mai 885 ist zu entnehmen, dass ein Besitzer Cundpert dem Kloster Sankt Gallen ebenfalls Grundstücke geschenkt hat. Da diese Schenkung in Böttingen geschehen und von einem Mönch namens Ruadkerus mitunterschrieben war, nimmt man an, dass dieser vor 1100 Jahren der erste Priester in Böttingen war.
Später gehörte unser Ort zur Herrschaft Winzeln und kam dann 1253 an das Kloster Beuron unter den Schutz der Zollern, welche den Ort 1303 mit der Herrschaft Mühlheim an das Bistum Konstanz verpfändeten. 1391 wurde Ritter Konrad von Wytingen Besitzer der Gemeinden Böttingen, Königsheim und Mahlstetten, bis diese drei Ortschaften 1409 an die Herren von Enzberg übergingen. Zins und Zehnten mußten der Herrschaft abgeliefert und Frondienst geleistet werden.
Erst im Jahre 1836 kam die Ablösung aller Frondienste und laut Gesetz vom 14. April 1848 die Ablösung aller Lehen und Zehntabgaben. Damit hatte eine neue Zeit begonnen - Zins und Zehnten mußten nicht mehr abgeliefert werden, das Patronatsrecht der Herren von Enzberg besteht heute noch.
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